Die Herzratenvariabilität (HRV) beschreibt die Anpassungsfähigkeit des Körpers an innere und äußere Reize und gilt als wichtiger Marker für Gesundheit und Regulationsfähigkeit. Sie zeigt, wie flexibel das Herz die Zeitabstände zwischen einzelnen Herzschlägen verändert. Gesteuert wird diese Anpassung durch das autonome Nervensystem mit Sympathikus und Parasympathikus.
Wie wird gemessen?
Die HRV-Messung erfolgt über ein mobiles EKG mittels Sensor oder Brustgurt, das jeden einzelnen Herzschlag erfasst. Optimal ist eine Langzeitmessung über 24–30 Stunden.
Was zeigt die Messung?
Sie gibt Aufschluss darüber, wie gut sich der Organismus im Tagesverlauf und insbesondere im Schlaf regulieren kann. Ein rascher und deutlicher Abfall der Herzfrequenz zu Beginn des Schlafs spricht für eine gute Erholung und einen gelungenen Einstieg in die Tiefschlafphase. Neben der Herzfrequenz werden auch Atemfrequenz und psychische Verarbeitung von Tagesbelastungen sichtbar.
Wie erfolgt die Analyse?
Die aufgezeichneten Daten (also die Zeitdifferenzen von einem zum nächsten Herzschlag = R-R Intervall) werden von uns über eine spezielle Software* ausgewertet.
Ein Ampelmodell visualisiert die Wirkung von Aktivitäten während der Messung. Ergänzende Kennzahlen wie Herzschläge pro Tag oder biologisches Alter erleichtern das Verständnis. In der Detailanalyse zeigen spezifische HRV-Frequenzen, welcher Anteil des autonomen Nervensystems aktuell dominiert.

Hohe Variabilität (Tag + Nacht) Burnout
*) Die Software wurde von Dr. med. Alfred Lohninger, in Zusammenarbeit mit österreichischen Hochschulen, entwickelt. Alfred Lohninger gilt als Spezialist auf dem Gebiet der HRV.